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Über die ›long sixties‹ in Westdeutschland
Interview mit Wolfgang Seidel

"Alle reden von 1968 - Wir auch." Das ist in der aktuellen Programmzeitung von Radio Corax zu lesen. Es ist zugleich hinzugefügt, dass wir einen Unterschied machen wollen: wenn wir das Jubiläum "50 Jahre 1968" thematisieren, dann mit einer gehöriger Portion Misstrauen gegenüber dem offiziellen Gedenk-Kanon. Die Fokussierung auf das Jahr 1968 ist verkehrt - es geht um eine langfristigere Entwicklung. Und diese Entwicklung war am wenigsten von der Studentenbewegung geprägt, wenngleich sich aus ihren Reihen diejenigen erhoben haben, die für Hartz IV und die Agenda 2010 verantwortlich sind. Das sagt Wolfgang Seidel - Drummer in der Gründungskonstellation der Ton-Steine-Scherben, Musiker und Autor. Wir sprachen mit ihm über seine Perspektive auf 1968 und fragten ihn zunächst, wie er den Jubiläums-Hype um 1968 wahrnimmt.

Wolfgang Seidel wird am 05.04.2018 ab 20:00 Uhr in der ACC Galerie Weimar einen Vortrag über "Beat und Gammler, Konsum und Verweigerung. Jugend in Westdeutschland" halten. Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution".

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